GEMA vs. YouTube

Es geht um Musik … und Geld – viel Geld. Das sind die Inhalte des Rechtsstreits, der seit einigen Jahren von der GEMA gegen die Internet-Plattform YouTube ausgetragen wird.

Die GEMA findet es nämlich alles andere als okay, dass sich auf YouTube urheberrechtlich geschützte Musikvideos befinden. Aufgrund dessen ist die Gesellschaft felsenfest davon überzeugt, dass es sich bei YouTube um einen Musik-Streaming-Dienst handeln muss. Google, der Inhaber der Internet-Plattform ist da ganz anderer Meinung. Es handle sich doch schließlich nur um eine Plattform, auf der die Nutzer für die bereit gestellten Inhalte verantwortlich sind, auch wenn diese urheberrechtlich geschützt sind. Die GEMA ist mit diesem Statements seitens YouTube aber nicht zufrieden. Vor den zahlreichen Musikvideos internationaler Künstler werde doch Werbung geschaltet, mit der Google einen Haufen Geld verdiene, so der Vorwurf.

YouTube

Die beiden Streithähne können sich seit dem Auslaufen einer Interimsvereinbarung im März 2009 nicht mehr einigen, wie sie ihre Geschäftsbeziehungen fortsetzen wollen. YouTube möchte den Künstlern eine Beteiligung an den Werbemaßnahmen zusichern, die GEMA wiederum fordert eine Vergütung pro angesehenes Video.

Letztendlich müssen sich die beiden wohl darüber einig sein, dass sie uneinig sind. Eins ist jedoch klar: Wenn die Künstler von dem lukrativen Geschäft auf YouTube ausgeschlossen werden, dann werden wir uns wohl in Zukunft nicht mehr über kostenfreie Musik-Videos freuen können – wäre doch schade oder?